EMDR - Hypnose- und Naturheilpraxis Sylvie Strempel

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EMDR

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Was versteht man unter EMDR?
EMDR steht für "Eye Movement Desensitisation and Reprocessing" oder "Desensibilisierung und Neubearbeitung mit Augenbewegungen" und wird seit Mitte der 90er Jahre in der Traumatherapie eingesetzt. Diese psychotherapeutische Methode wurde von der amerikanischen Psychologin Dr. Francine Shapiro entwickelt und ist seit 2006 vom Wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie als Methode zur Behandlung von posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS) anerkannt.
Was geschieht während einer EMDR-Sitzung?
Bei leichteren traumatischen Erlebnissen ist das menschliche Gehirn im Normalfall von selbst in der Lage, diese als ganze, vollständige Bilder zu verarbeiten. Bei schwerwiegenderen Fällen, werden einzelne Teile dieser traumatischen Erinnerungen jedoch voneinander isoliert im Gehirn abgespeichert. Bestimmte Auslöser (Trigger) aktivieren diese "Fragmente" wieder, wenn man eine ähnliche Situation erlebt. Man reagiert dann genauso wie bei dem ursprünglichen Erlebnis, welches das Trauma ausgelöst hat – obwohl es sich jetzt um einen völlig anderen Sachverhalt handelt. Daraus können sich zunehmende Ängste, Vermeidungsverhalten oder psychosomatische Folgeerscheinungen wie Rückenschmerzen, Depression und Schlafstörungen entwickeln.
Nachdem der Patient zu Beginn der Sitzung die für ihn belastende Situation mit den dazugehörigen Gefühlen und körperlichen Symptomen beschrieben hat, versetzt er sich mental als Beobachter in das betreffende Erlebnis zurück. Dabei bewegt der Therapeut seinen Zeigefinger in einem Abstand von ca. 80 cm auf Augenhöhe vor dem Patienten hin und her. Indem dieser mit den Augen den Bewegungen des Fingers folgt, werden seine beiden Gehirnhälften angeregt.
Man spricht deshalb von "bilateraler Stimulation". Dabei befindet sich das Gehirn in einem ähnlichen Zustand, wie wenn der Mensch träumt und dabei Probleme verarbeitet, die er im Tagesgeschehen verdrängt hat. In dieser Phase des Schlafes (REM-Phase für "Rapid Eye Movement") bewegen sich die Augen unter den Lidern schnell hin und her. In vergleichbarer Weise versucht EMDR sich das Zusammenwirken von Augenbewegungen und Gehirnaktivität zunutze zu machen, um  so die traumatische Belastung zu behandeln, während der Patient sich im Wachzustand befindet. Für Menschen, die auf diese Reize nicht ansprechen oder unter Sehstörungen leiden, versucht der Behandler die beiden Gehirnhälften durch "Tapping" (leichtes Klopfen auf Knie oder in den Handschalen) zu stimulieren.
Welche möglichen Ziele hat EMDR?
Durch die "bilaterale Stimulation" des Gehirns sollen die verschiedenen "Bruchstücke" der traumatischen Situation wieder zusammengesetzt und im Gehirn als ganzheitliche Erinnerung abgespeichert werden.
Dies kann den Patienten in die Lage versetzen, gegenüber seinem Erlebnis eine neutrale Haltung anzunehmen und nicht mehr panisch zu reagieren. Er soll lernen, damit "umzugehen", obwohl er weiß, was "passiert" ist. Mögliche Behandlungserfolge  können durchaus eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen, aber u.U. auch rascher eintreten. Inzwischen wird EMDR nicht nur bei Traumaverarbeitung, sondern auch in verschiedenen anderen Bereichen eingesetzt.

Mögliche Anwendungsgebiete

  • Posttraumatische Belastungsstörung nach traumatischen Erlebnissen wie Unfall, Missbrauch, Tod eines geliebten Menschen, Trennung, Verlust des Arbeitsplatzes, Eintreten ins Rentenalter, Mobbing ...
  • Trauer
  • Angst- und Panikstörungen
  • Phobien (z.B. Angst vor dem Zahnarzt, Flugangst, Prüfungsangst, Tierphobie)
  • chronische Schmerzen
  • psychosomatische Störungen (z.B. Migräne, Tinnitus, chronische Verspannungen)
  • Schlafstörungen
  • Krankheitsbewältigung
  • Selbstwertstörung
  • Suchtprobleme
  • Alltagsbewältigung
  • Leistungsblockaden und Schulprobleme (z.B. Konzentrationsmangel)
 
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